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  1. 比較法雑誌
  2. 第59巻 第1号(通巻第213号)2025

Ärztliche Aufklärung à la carte oder nach Maßgabe des Patientenwillens?

https://chuo-u.repo.nii.ac.jp/records/2003495
https://chuo-u.repo.nii.ac.jp/records/2003495
ef25886a-eb40-42c9-95ef-09cc89182525
名前 / ファイル ライセンス アクション
0010-4116_59_1_280-313.pdf 0010-4116_59_1_280-313.pdf (391.9 KB)
Item type 紀要論文 / Departmental Bulletin Paper(1)
公開日 2025-11-13
タイトル
タイトル Ärztliche Aufklärung à la carte oder nach Maßgabe des Patientenwillens?
言語 de
言語
言語 deu
キーワード
言語 ja
主題Scheme Other
主題 生命倫理と法
資源タイプ
資源タイプ識別子 http://purl.org/coar/resource_type/c_6501
資源タイプ departmental bulletin paper
著者 STEUER,Melanie

× STEUER,Melanie

de STEUER,Melanie

ja-Kana シュトイアー,メラニー

en STEUER,Melanie

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(Kommentar) DUTTGE,Gunnar

× (Kommentar) DUTTGE,Gunnar

de (Kommentar) DUTTGE,Gunnar

ja-Kana (コメント) デュトゲ,グンナー

en (Kommentar) DUTTGE,Gunnar

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抄録
内容記述タイプ Abstract
内容記述 Die Achtung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten durch „wahrheitsgemäße“ ärztliche Aufklärung bildet in der heutigen modernen Medizin die Grundlage der Arzt-Patient-Beziehung. Tatsächlich mangelt es in der Aufklärungspraxis jedoch an einem reflektierten Verständnis von (individueller) Selbstbestimmung, so dass sie sich abweichend vom Idealbild in der klinischen Realität als imperfekt abzeichnet. Der das geltende Arztrecht prägende „objektive“ Informationsanspruch ist sowohl rechtspraktisch unerfüllbar und dysfunktional, als auch in seinem begrifflich-konzeptionellen Fundament irrig und läuft letztendlich dem individuellen Arzt-Patient-Verhältnis im Sinne einer „therapeutischen Partnerschaft“ zuwider. Dies verdeutlichen nicht zuletzt die sich unlängst manifestierten Erkenntnisse aus dem Bereich der Nocebo-Forschung und des „Rechts auf Nichtwissen“ wie auch die immer sichtbarer werdende Tendenz hochgradiger Spezialisierung und damit verbundener Arbeitsteilung. Das derzeitige Aufklärungsprozedere führt vermehrt zu unerwünschten, gar schädlichen, Nebenwirkungen. Auch die aktuellen Entwicklungen zu Biobanken und die Digitalisierung im Gesundheitswesen („Big Data“) werfen Probleme auf, die die bisherige Aufklärungspraxis nicht zu lösen vermag. Die bereits seit Längerem zu beobachtenden Tendenzen einer immer stärkeren Verrechtlichung fördern paternalistische Züge zu Tage, die das persönliche Arzt-Patient-Gespräch mehr und mehr in den Hintergrund drängen und somit zur immer weiter fortschreitenden Vernachlässigung des individuellen Charakters der Arzt-Patienten-Beziehung führen.
 „Wahrheit“ kann für den jeweiligen Patienten gerade nicht generaliter als „objektiv“ und damit allgemeingültig vorgegeben sein. Vielmehr bedarf es eines eigens eruierten Reflektions-Prozesseses auf Basis einer intersubjektiven Arzt-Patient-Beziehung.
 Es erscheint daher dringend notwendig, vom objektiven Wahrheitsverständnis abzulassen und stattdessen ein individuell geprägtes Aufklärungsgespräch zu fokussieren. Nur so erhält der Patient diejenigen Informationen, die er für wichtig erachtet. Ebenso wie in der modernen Gesundheitsversorgung „maßgeschneiderte Therapien“ gefordert werden, ist logische Konsequenz im Rahmen der Aufklärungspflicht, eine entsprechend maßgeschneiderte Aufklärung. Anstatt den behandelnden Arzt beispielsweise zum eigenmächtigen Vorenthalten relevanter Informationen (im Sinne des sog. therapeutisches Privileg) zu ermächtigen, sollte die Devise „Wissen ist Macht“ durch eine lebensnahe Ausgestaltung des Arzt-Patient-Verhältnisses ersetzt werden, indem durch eine vertrauens- und respektvolle Kommunikation dem Patienten die Möglichkeit eröffnet wird, die „Wahrheit“ intersubjektiv, d.h. auch durch (teilweise) Inanspruchnahme seines „Rechts auf Nichtwissen“ zu bestimmen.
 Dafür ist es erforderlich, dass die Rahmenbedingungen im klinischen Alltag angepasst werden. Hierzu zählen insbesondere eine deutlich verbesserte Kommunikationsfähigkeit der Ärzte durch gezielte Vorbereitung im Studium und weitergehenden Schulungen, aber auch eine revidierte medizinrechtliche Ausbildung. Darüber hinaus ist es unerlässlich, den rechtlichen Rahmen anzupassen, insbesondere im Hinblick auf ein verändertes Grundverständnis der ärztlichen Aufklärungspflicht und zugleich auch in Bezug auf das Haftungsrecht, denn für ein funktionierendes Arzt-Patient-Verhältnis ist es wenig hilfreich, wenn jedes Aufklärungsdefizit sogleich rechtlich – gar strafrechtlich – sanktioniert wird.
言語 de
書誌情報 en : Comparative Law Review

巻 59, 号 1, p. 280-313, 発行日 2025-06-30
出版者
出版者 日本比較法研究所
言語 ja
出版者
出版者 The Institute of Comparative Law in Japan
言語 en
ISSN
収録物識別子タイプ ISSN
収録物識別子 0010-4116
権利
言語 ja
権利情報 この資料の著作権は、資料の著作者または学校法人中央大学に帰属します。著作権法が定める私的利用・引用を超える使用を希望される場合には、掲載誌発行部局へお問い合わせください。
フォーマット
内容記述タイプ Other
内容記述 application/pdf
著者版フラグ
出版タイプ VoR
出版タイプResource http://purl.org/coar/version/c_970fb48d4fbd8a85
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Ver.1 2025-11-13 04:17:56.568630
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